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Es gibt diese Hunde, die einem besonders nah gehen. Hierzu gehört für mich Emmy, denn als ich im Dezember 2019 im Shelter war, saß da diese kleine, schüchterne Hündin und schaute vorsichtig, wer sich denn da gerade in den Zwinger neben sie gesetzt hatte...Als ich im März und im Juni wieder ins Shelter zurückkehrte, saß da eine größer und noch größer gewordene Emmy an immer noch demselben Platz - tagein tagaus dieselbe Eintönigkeit auf ca. 3 qm seit 6 Monaten...

 

Maria hat Emmy als Welpe aus dem Public Shelter geholt, wo sie einer der unzähligen Welpen ohne Mutter, eingefangen auf den Strassen rund um Valcea, war.

 

Emmy hatte eine Handvoll Anfragen, aber nix wirklich Richtiges...viele Hunde durften ausreisen, aber für Emmy kam nichts...Sie wuchs hinter Gittern auf und die Sorge, dass niemand sie will, wurde größer...Man muss wissen, es gibt Hunde, wenn diese zu lange im Shelter sind und nichts anderes kennenlernen, ist irgendwann der Punkt erreicht, wo sie einfach nicht mehr vermittelbar sind...Und plötzlich kam diese tolle Anfrage aus Norddeutschland...nah am Meer...Ersthund...Garten...Hundeerfahrung...es klang nach einem tollen Zuhause und als Solches stellte es sich auch raus! Emmy durfte reisen und eigentlich wäre auch alles gut gewesen...

 

Leider bekam Emmy mit der Zeit ausgeprägtere "Zuckungen", was in Rumänien auch erst kurz vor Ausreise begann, denn es wurde in ihrem neuen Zuhause noch ausgeprägter. Die einzige logische Erklärung ist, dass sie Staupe im Mutterleib hatte und leider müssen Emmy und ihre Familie mit diesen Zuckungen leben. Wir sind sehr sehr dankbar, dass dies bedingungslos hingenommen wurde und Emmy das Leben führen darf, dass ein jeder Hund verdient hat: Fressen, schlafen und toben mit ganz viel Liebe und einer Hundefreundin an ihrer Seite!


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